- 24. Juli 2026
- Allgemein
Waldbrandgefahr: Welche Rolle übernimmt die AGV?
Trockene Böden, hohe Temperaturen und kaum Niederschlag: Das Thema Waldbrand beschäftigt die Öffentlichkeit derzeit wie kaum ein anderes. Mit steigender Waldbrandgefahr tauchen auch viele Fragen auf: Wer beurteilt eigentlich die aktuelle Lage? Wer entscheidet über ein Feuer- und Feuerwerksverbot? Und welche Rolle spielt die Aargauische Gebäudeversicherung?
Viele kennen die AGV in erster Linie als Gebäudeversicherung. Tatsächlich erfüllt sie jedoch einen umfassenden gesetzlichen Auftrag im Dreifachschutz: Prävention, Intervention und Versicherung. Das heisst, auch Teile des Brandschutzes fallen in den Tätigkeitsbereich der AGV und damit auch das Thema Brandgefahr im Freien. Wald- oder andere Vegetationsbrände können nicht nur Wälder zerstören, sondern auch Gebäude, Infrastrukturen und ganze Siedlungsgebiete gefährden. Richtige Präventionsmassnahmen sollen verhindern, dass Brände überhaupt entstehen. Dazu gehören Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit Feuer und – wenn nötig – auch Feuerverbote.
Die Brandgefahr im Freien wird laufend beurteilt
Ob die Brandgefahr steigt oder sinkt, lässt sich nicht anhand eines einzelnen Messwertes bestimmen. Vielmehr entsteht die Beurteilung aus einem Gesamtbild. Gemeinsam mit der Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) analysiert die Aargauische Gebäudeversicherung laufend verschiedene Faktoren. Dazu gehören zum Beispiel die Niederschläge der vergangenen Tage und Wochen, die aktuelle Bodenfeuchtigkeit, Wetterprognosen, Brandereignisse im Freien, Beobachtungen der Försterinnen und Förster sowie Empfehlungen des Bundes.
Die Erkenntnisse werden im Kantonalen Führungsstab (KFS) zusammengeführt. Dort bringt Abteilung Wald und die AGV ihre Einschätzungen ein und unterstützt damit die Entscheidungsgrundlagen für den Kanton. Während die Gefahrenstufen 1 bis 3 durch die Abteilung Wald festgelegt werden, entscheidet bei den Gefahrenstufen 4 und 5 das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) über weitergehende Massnahmen, wie zum Beispiel ein Feuerverbot.
Warum Prävention so wichtig ist
Die meisten Waldbrände entstehen durch menschliches Fehlverhalten. Eine achtlos weggeworfene Zigarette, ein nicht vollständig gelöschtes Grillfeuer oder ein kleiner Funkenflug können bei grosser Trockenheit ausreichen, um einen Brand auszulösen. Prävention bedeutet deshalb vor allem, solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Damit werden Menschen, Tiere, Wälder und Gebäude geschützt. Wichtig ist, dass man gemeinsam Verantwortung übernimmt.
Informieren Sie sich
Die aktuellen Informationen zur Waldbrandgefahr, zu Gefahrenstufen und allfälligen Feuerverboten finden Sie auf folgenden Websiten:
- Kanton Aargau: Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe - Kanton Aargau
- Bundesamt für Umwelt (BAFU): Aktuelle Gefahrenlage
- Schweizer Naturgefahrenportal